Musik als Lebensmittel – Erfolgreicher Abschluss eines wegweisenden Forschungsprojekts

9. Juli 2026

Wie kann Lieblingsmusik Menschen mit Demenz helfen, Erinnerungen zu wecken und Lebensqualität zu schenken? Antworten darauf lieferte die Abschlusstagung des ForschungsprojektsIndividualisierte Musik für Menschen mit Demenz in der häuslichen Pflege“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 24. Juni im Forum Seebach in Weimar.

Für die Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung waren Vorstandsvorsitzender Ulrich Horn und Vorständin Heike Horn vor Ort. Die Stiftung fördert bereits das Folgeprojekt „Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz“, das die wissenschaftlich belegten Erkenntnisse nun in die stationäre Pflege überträgt.

Die Tagung zeigte eindrucksvoll, wie individuell ausgewählte Musik das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz fördern, Erinnerungen aktivieren und Begegnungen erleichtern kann. Bernd Lindig, Geschäftsführer der Marie-Seebach-Stiftung, brachte es auf den Punkt: Musik sei ein „Lebensmittel“, das Gemeinschaft stifte und Menschen verbinde.

Ein besonderer Höhepunkt war die Fotoausstellung „Musik und Demenz“ der Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung. Die emotionalen Schwarz-Weiß-Fotografien von René Schwerdtel machen sichtbar, was Studien belegen: Musik schafft Nähe, weckt Erinnerungen und schenkt Menschen mit Demenz wertvolle Momente der Lebensfreude. Musikalisch wurde die Tagung von einem Klavier-Intermezzo der Pianistin Elina Serebriakova sowie einem bewegenden Best-of der Lieblingslieder der Studienteilnehmenden mit Peter C. Frank begleitet.

Für die Stiftung bestätigt die große Resonanz der Veranstaltung den eingeschlagenen Weg. Gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena setzt sie sich dafür ein, dass individualisierte Lieblingsmusik künftig fester Bestandteil der Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen wird – als wirksame, alltagsnahe und vor allem menschliche Unterstützung.

Weitere Informationen:

Fotos: Bernd Lindig

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