Der Festsaal des Hospitals zum Heiligen Geist war am 11. März gut gefüllt. Anlass war die Fotoausstellung „Ü90 – und mitten im Leben“, die Bewohnerinnen und Bewohner zeigt, die bereits über 90 Jahre alt sind – und das mit bemerkenswerter Präsenz.
Im Frühjahr 2025 hatte der Fotograf René Schwerdtel von der Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung (fast) alle über 90-jährigen Bewohnerinnen und Bewohner des Hospitals porträtiert. Die Idee hinter dem Projekt: zeigen, dass Lebensvielfalt und Persönlichkeit nichts mit dem Alter zu tun haben – und dass Menschen über 90 noch jede Menge Ausstrahlung, Humor und Geschichten mitbringen.
Genau das spiegeln die Fotos wider. Sie zeigen Charakterköpfe, freundliche Blicke und manchmal auch ein verschmitztes Lächeln. Viele Besucherinnen und Besucher blieben länger vor den Bildern stehen – oft auch, weil sie die Menschen darauf persönlich kannten.






Zur Eröffnung begrüßte Bianca Schmidt-Strube, Vorstandsmitglied des Hospitals zum Heiligen Geist, die Gäste. Ebenfalls vor Ort war der komplette Vorstand der Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung, die das Hospital unterstützt.
Auch Wolf von Matzenau, Vorstandsmitglied des bekannten „Heaven Can Wait“-Chors, schaute vorbei und mischte sich unter die Besucher.






Für das Hospital begleiteten Alena von Appen und Nizar Müller das Projekt organisatorisch und sorgten dafür, dass die Fototermine und die Ausstellung reibungslos umgesetzt werden konnten.
Besonders schön war, dass fast alle der fotografierten Ü90-Models selbst anwesend waren. Viele standen mit sichtlichem Stolz vor ihrem eigenen Porträt – und kommentierten die Fotos mit trockenem Humor. Nicht selten hörte man Sätze wie: „So sehe ich also aus?“ oder „Das Bild gefällt mir besser als der Spiegel.“

Fotograf René Schwerdtel war ebenfalls vor Ort und kam mit vielen Gästen ins Gespräch. Dabei ging es nicht nur um Fotografie, sondern vor allem um die Menschen hinter den Bildern und ihre Lebensgeschichten.
Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, dass das hohe Alter vieles sein kann – nachdenklich, humorvoll, lebendig und manchmal auch ziemlich schlagfertig. Vor allem aber machte der Nachmittag deutlich: Über 90 zu sein heißt noch lange nicht, aus dem Leben verschwunden zu sein.






So wurde aus der Ausstellung nicht nur eine kleine Vernissage, sondern vor allem ein sehr lebendiger Nachmittag mit vielen Gesprächen, Begegnungen und einer Menge guter Laune.